Köderfische für den Winter im Aquarium hältern

Als Raubfischangler weiß man sicher wie schwierig es ist im Winter an Köderfische zu kommen. An den Haken bekommt man Rotaugen, Rotfedern und Brachsen im Winter kaum, daher gehen viele Angler so vor, dass sie die Köderfiche im Herbst fangen und sie in einem Aquarium oder einem Fass hältern bis sie benötigt werden. Dadurch ist man unabhängig vom Angelshops, die teilweise auch im Winter Kleinfische als Köder für Hecht und Zander verkaufen. Wir möchten in diesem Artikel einen Überblick geben was bei der Hälterung in einem Aquarium über eine längere Dauer zu beachten ist und welche regelmäßigen Arbeiten notwendig sind. Damit bekommt der interessierte Angler einen kleinen Einblick in die Aquaristik. Dabei werden wir aber nur auf Grundlagen eingehen. Für Interessierte erläutern Webseiten wie beispielsweise http://www.aquarium-ratgeber.com/ die Einrichtung und Pflege eines Aquariums genauer. Zuerst wollen wir nun auf die Einrichtung und das Einfahren eines Aquariums eingehen und dann im Folgenden die regelmäßigen Arbeiten, die durchgeführt werden müssen, kurz erläutern.

 

Aufstellen und Einrichten des Köderfischaquariums

Für das Hältern von Kleinfischen wie Rotaugen, Rotfedern oder Brachsen eignen sich Aquarien mit einer Größe von um die 200 Liter sehr gut. Solche Aquarien werden häufig auf Kleinanzeigenportalen günstig abgegeben. Hat man nun ein solches Aquarium besorgt so kann man es im Keller oder einem anderen Raum aufstellen. Es ist zu empfehlen etwas Bodengrund in das Aquarium zu leeren. Man kann dabei einfach auf unbehandelten Sand aus einem Baumarkt zurückgreifen. Dann wird das Wasser in das Aquarium eingefüllt. Ein Filter ist in einem solchen Aquarium unbedingt notwendig. Ob man dabei einen Innenfilter oder einen Filter neben dem Aquarium wählt bleibt dem Angler überlassen. Einige Schwimmpflanzen, die man in das Aquarium gibt, sorgen nicht nur für ein besseres Wasserklima, sondern bieten den Fischen einen Unterschlupf, in dem sie sich verstecken können. Schwimmpflanzen wie Wasserlinsen werden von den Fischen auch als Futter angesehen und meist sehr schnell gefressen, daher sollte man auf robustere Arten wie das Hornkraut oder auch Muschelblumen ausweichen. Einen Überblick über verschiedene Schwimmpflanzenarten bekommt man hier.

Nachdem man nun das Aquarium mit Wasser befüllt, die Pflanzen eingebracht und den Filter installiert hat würde man wohl gerne sofort die Fische einbringen. Allerdings dauert erst 4-5 Wochen bis sich im Aquarium ein biologisches Gleichgewicht eingestellt hat und sich im Aquarienfilter die nötigen Bakterien gebildet haben, die für den Abbau von Schadstoffen sorgen. Daher sollte man das Aquarium zuerst einige Wochen ohne Fische aber mit eingeschaltetem Filter laufen lassen. Die Fische sollten danach auch nicht auf einen Schlag sondern nach und nach eingesetzt werden.

 

Arbeiten am Köderfischaquarium

Es sind auch Arbeiten nötig, die man gelegentlich am und im Aquarium durchführen muss. Die Fische im Aquarium fressen Futter und scheiden Kot aus, der das Wasser belastet und nur teilweise von dem Filter und den Bakterien darin abgebaut werden kann. Daher sammeln sich diese Abbauprodukte im Aquarium an. Daher sollte man wöchentlich 30 bis 40% des Wassers aus dem Aquarium entnehmen und durch frisches Leitungswasser ersetzen.


Dabei sollte man die Leistungsfähigkeit des Filters überprüfen und diesen wenn notwendig reinigen. Weiter müssen die Fische täglich aber sparsam gefüttert werden. Auch eine Sichtkontrolle ist täglich notwendig. Sind tote Fische im Aquarium müssen diese umgehend entfernt werden, da sie sonst das Wasser stark belasten.

Wie man sieht bedeutet es zwar etwas an Aufwand Köderfische in einem Aquarium zu hältern, doch dafür hat man stets bei jedem Angeltrip im Winter frische Köderfische verfügbar.